Samstag, 5. Januar 2008

Bebauungsplan für Friedhof

Öffentliches Grün statt Wohnungen

Bebauungsplan für Friedhof

PRENZLAUER BERG. Mit einem Bebauungsplan will der Bezirk Pankow ein Teilstück des Friedhofs St. Nikolai/St. Marien II als Grünfläche sichern. Als Begründung führt der Bezirk ein erhebliches Defizit an Grün- und Spielflächen in den umliegenden dicht besiedelten Wohngebieten, vor allem im Sanierungsgebiet Winsstraße an.

Damit ist das Vorhaben, auf dem Friedhofsteilstück an der Heinrich-Roller-Straße Wohnungen zu bauen, zunächst vom Tisch. Die evangelische Gemeinde wollte das 6 500 Quadratmeter große Areal als Bauland verkaufen, weil es nicht mehr für Beisetzungen gebraucht wird. Sie berief sich dabei auf den Friedhofsentwicklungsplan des Landes Berlin, der in begrenztem Maße auch andere Nutzungen zulässt. Im Wohngebiet formierte sich Widerstand gegen diese Pläne, Anwohner gründeten eine Bürgerinitiative. (mr.)

Berliner Zeitung, 04.01.2008

Montag, 19. November 2007

Neues im November 2007

Liebe Friedhofsfreunde,
der Martinsumzug über den Friedhof am 11.11.07 wurde zu einem beeindruckenden Bekenntnis der Anwohner zu unserem Friedhof- ca. 250 Menschen haben uns trotz nasskaltem Novemberwetter begleitet, darunter zahlreiche Kinder mit Lampions! Es war sehr schön, zu erleben, wie viele wir sind, die wir gern über den Friedhof gehen.

Am 22.11.07 besucht unsere Bürgerinitiative die Senatorin für Stadtentwicklung, Frau Junge-Reyer. Wir werden die Unterschriftensammlung (über 4.500) überreichen verbunden mit der Forderung, den Bezirk Pankow in seinen Plänen, auf der Umwidmungsfläche den Marien-Nikolaifriedhofs I eine Grünfläche zu sichern, mit aller Kraft zu unterstützen.

Über den Verlauf des Gesprächs, den aktuellen Stand und unsere Aussichten wollen wir in einer nächsten öffentlichen Sitzung am 29.11.07 wie üblich um 20.00 Uhr in den Gemeinderäumen der Immanuelgemeinde, Immanuelkirchstr. 1, 2. Stock, berichten.

Sonntag, 4. November 2007

Lampionumzug über den Rollerfriedhof am 11. November 2007, 16:00 Uhr

Liebe Anwohnerinnen und Anwohner, liebe Kinder!

Wir laden Euch ganz herzlich am Sonntag, den 11.11., zum Lampionumzug über den Friedhof an der Heinrich- Roller- Straße am St. Martinstag ein. Der St. Martinstag steht für freundschaftliches Miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme. Unser Lampionumzug mit anschließendem Beisammensein bei Glühwein, Apfelsaft und Selbstgebackenem möchte in diesem Sinne Menschen zusammenführen und gleichzeitig erneut die Problematik der drohenden Friedhofsbebauung ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Mit unseren Laternen werden wir die herbstliche Schönheit des Friedhofs beleuchten. Sie und Ihre Kinder sind herzlichst dazu eingeladen!

Wir treffen uns um 16.00 Uhr Heinrich- Roller- Straße Ecke Winsstraße.

Grüne Oasen in der Stadt- Friedhöfe St. Marien -St. Nikolai II

Am 01.07.2007 veranstaltete die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) http://www.bln-berlin.de/bln/index.html im Rahmen des „Langen Tags der Stadtnatur“ eine Führung auf den Friedhöfen St. Marien- St. Nikolai II und Georgen-Parochial I mit dem Titel „Grüne Oasen in der Stadt- Friedhöfe St. Marien -St. Nikolai II“. Dabei stellte die BLN Ergebnisse aus ihrer Forschungsarbeit „Ökologische Zustandsaufnahme und Bewertung von ausgewählten Berliner Friedhöfen als Entscheidungsgrundlage für geplante Stillegungen von Friedhöfen und Friedhofsteilen nach dem Friedhofsentwicklungsplan 2005“ der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz e.V., März 2007 aus dem Vorjahr (2006) vor.

Die BLN bezeichnet in dieser Arbeit die Ausweisung als „kurzfristige sonstige Nutzung“ - und damit einer möglichen baulichen Nutzung- auf den Umwidmungsflächen der Friedhöfe St. Marien- St. Nikolai II und Georgen-Parochial I im Friedhofsentwicklungsplan als inakzeptabel aus naturschutzfachlicher Sicht. Einer Zusammenfassung der genauen Ergebnisse der floristischen und faunistischen Bestandsaufnahme, die Umwidmungsflächen der beiden Friedhöfe betreffend, wird von der BLN erarbeitet und zu einem späteren Zeitpunkt auf ihrer Seite veröffentlicht. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal für den interessanten Vortrag von Herrn Dr. Rink und die anregende Diskussion mit ihm, Herrn Schubert und Frau Backhaus von der BLN auf der Versammlung der Bürgerinitiative am 06.09.07.

Die BLN war bereits im Vorfeld in die Erarbeitung des Friedhofsentwicklungsplans durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung einbezogen worden. In einer Stellungnahme zum Entwurf des Friedhofsentwicklungsplans vom 28.04.2005 äußerte sich die BLN gemeinsam mit BUND (LV Berlin), NABU (LV Berlin), Baumschutzgemeinschaft Berlin, der GRÜNEN LIGA Berlin, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (LV Berlin), Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin, NaturFreunde (LV Berlin) und den übrigen BLN-Mitgliedsverbände gegenüber der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung u.a. folgendermaßen:

„
  • Die Friedhöfe im Bereich des grünflächenarmen inneren S-Bahnringes sind als unbedingt erhaltungswürdig einzustufen. Hier sollten nur in Ausnahmefällen Flächen als Bauland um-gewidmet werden. Insbesondere die Gehölzbestände und die alten artenreichen Rasenflächen und Wiesen sind hier aus naturschutzfachlicher Sicht besonders erhaltenswert. ...
  • Nach dem Berliner Landschaftsprogramm sollen verschiedene Friedhöfe als Landschafts-schutzgebiete ausgewiesen werden. Beispielsweise betrifft dies den Friedhof am Baum-schulenweg in Berlin-Treptow (Nr. 5055) und den St. Hedwig Friedhof in Lichtenberg (Nr. 5210). Bei solchen aus Naturschutzsicht besonders wertvollen Friedhöfen lehnen wir eine Umwidmung von Teilflächen in Bauland ab! „


Auf die Friedhöfe St. Marien- St. Nikolai II und Georgen-Parochial I trifft beides zu: sie liegen im Bereich des grünflächenarmen inneren S-Bahnringes und sind nach dem Berliner Landschaftsprogramm http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/landschaftsplanung/lapro/index.shtml
zusammen mit dem alten Nikolaifriedhof als Landschaftsschutzgebiet vorgesehen! Sie sind als Teil eines Grünzuges unter Einbeziehung von Parkanlagen, Kleingärten und Friedhöfen geplant.

Offensichtlich sind die von den Naturschutzverbänden abgegebenen Empfehlungen zur Friedhofsentwicklungsplanung bei der Ausweisung als „kurzfristige sonstige Nutzung“ auf den beiden Friedhöfen entlang der Heinrich-Roller-Straße nicht berücksichtigt worden.

Der Friedhofsentwicklungsplan selber formuliert unter den aufgestellten Grundsätzen für die Friedhofsentwicklungsplanung (S.21 des FEP, II.2. Prämissen der Friedhofsentwicklungsplanung) an 5. Stelle die „Berücksichtigung der ökologischen Vernetzungsfunktion als Teil der übergeordneten Grün- und Landschaftsräume“- die hat dann wohl bei der Ausweisung als „sonstige Nutzung“ im Fall unserer Friedhöfe keine Rolle gespielt?

Mittwoch, 26. September 2007

Neuigkeiten

Liebe Bürgerinitiativler und Friedhofsfreunde,

die nächste Versammlung wird entgegen unserer letzten Absprache nicht diesen Donnerstag stattfinden, sondern in 14 Tagen am 11.10., wie gewohnt 20.00 in den Gemeinderäumen der Immanuelgemeinde, Immanuelkirchstraße 1.

Es haben sich in den letzten 3 Wochen seit unserem letzten Treffen keine wesentlichen Veränderungen auf den administrativen und politischen Ebenen ergeben- die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Bis zum 11.10. dürfen wir hoffen, dass vielleicht inzwischen unsere Petition im Ausschuß im Abgeordnetenhaus bearbeitet wurde (dort gibt es nach wie vor noch keinen Termin, wann über unsere Petition beraten wird) und auch seitens des Bezirks ein neuer Stand der Entwicklung mitgeteilt werden konnte. Morgen (27.09.) tagt im Bezirksamt der Ausschuß für Stadtentwicklung, da wird der Friedhof auch noch mal Thema sein. Die Sitzung ist wie immer für Besucher öffentlich, allerdings nur zum Zuhören.

Die BLN hat unserer Absprache gemäß ihrerseits eine Stellungnahme an den Petitionsausschuß gesandt, den konkreten Inhalt kennen wir leider nicht. Die Grüne Liga will sich auch noch mal mit der BLN auseinandersetzen hinsichtlich einer klaren Haltung der Naturschutzverbände zu einer drohenden Bebauung.

Grundsätzlich planen wir für den Herbst unbedingt noch eine öffentlichkeitswirksame Aktion, allerdings bislang noch ohne klare Idee. Vielleicht habt Ihr Vorschläge? Wir suchen dann ganz sicher wieder Leute, die Lust haben und sich die Zeit nehmen, sich für den Friedhof in einer konkreten Aktion zu engagieren.

Und zum Schluß noch eine sehr schöne Erfolgsmeldung: Die letzten Unterschriftenaktion im Kollwitzviertel ging vorige Woche zu Ende und war extrem erfolgreich: ca. 1300 Unterschriften gegen eine Friedhofsbebauung sind zusammengekommen- herzlichen Dank an alle, die uns mit ihrer Unterschrift unterstützten, herzlichen Dank an Ina und ihr Mitstreiterinnen, die durch enormen persönlichen Einsatz für diesen Zuwachs gesorgt haben. Wir kommen damit auf stolze 4.200- 4.300 Unterschriften- das genaue Zählen steht noch aus.

Herzliche Grüße, Barbara Schneider

Mittwoch, 29. August 2007

Unterschriftenaktion

Liebe Friedhofsfreunde und Mitstreiter,

nachdem wir dank der fleißigen Unterstützung vieler Menschen in den letzten Monaten im Winsviertel und Umgebung über 3000 Unterschriften gegen eine Bebauung des St.Marien- St.Nikolai II - und Georgen-Parochialfriedhofs I sammeln konnten, läuft seit Mitte August eine Unterschriftenaktion geziehlt im Kollwitzviertel mit zahlreichen ausgelegten Listen in folgenden Läden:

Nähe Prenzlauer Allee:
Prenzlauer Apotheke, Prenzlauer Allee 214 (gegenüber der Post)Allerleispiel Spielzeugladen, Prenzlauer AlleeCoffee Star, Wörther Straße 23 (vorn an der Prenzlauer Allee)London Juice, Wörther Straße 21 (vorn an der Prenzlauer Allee)Lichthaus Späth, Wörther Straße/Ecke RykestraßeCopy Shop, Wörther Straße/Ecke Rykestraße

Am Wasserturmplatz:
Orange Coffee, Knaakstraße 8 (Nähe Prenzlauer Allee) Café am Wasserturm, Knaakstraße 33Schmuck Anziehen, Diedenhofer Str. 8Surya-Villa Ayurveda, Rykestr. 3Keramikladen, Rykestraße 49

mittendrin:
Die kleine Gesellschaft, Rykestr. 21

zwischen Senefelderplatz und Kollwitzplatz:
Bildschöne Bücher, Kollwitzstr. 53

direkt am Kollwitzplatz:
kunst-a.-bunt Galerieladen, Wörtherstraße/Knaakstraße

Nähe Café sowohlalsauch:
Obst und Gemüse, Kollwitzstraße/SredzkistraßeAnna Blume-Blumenladen, Kollwitzstr. 83Sisters coffee-bar Keramikmalstudio, Kollwitzstr. 76Hollys Washhouse, Kollwitzstr. 93Nanito (Kinder), Sredzkistr. 57News Agent, Rykestr. 38Lotto-Toto, Sredzkistraße 44

zwischen Kollwitzplatz und Kulturbrauerei:
tushita zenway galerie, Husemannstr. 4Fräulein Loretta (Second Hand), Husemannstr. 16 (Nähe Kollwitzplatz)Seniorenbegegnungsstätte, Husemannstr. 12Eiscafé „annamaria“, Husemannstr. 14Restaurant „ostwind“, Husemannstr. 13Bunte Kleider & Second Hand, Husemannstr. 16Schuster, Sredzkistr. 32Nautilus Mineralien, Sredzkistr. 24 (Nähe Kulturbrauerei)

zwischen Kollwitzplatz und Danziger Straße:
Mandala-Buchhandlung, Husemannstr. 27Le Matou internationale Kinderbücher, Husemannstr. 29

Bereich Danziger Straße:
Kollwitz-Buchhandlung, Danziger Straße/SenefelderstraßeCalla Fleur Werkstatt, Senefelderstr. 1Immergrün-Biogarten, Danziger Str. 55Der Aussteiger, Danziger Straße/Ecke DunckerstraßeTischchen + Stühlchen, Schliemannstr. 1 (gegenüber ViV-Biosupermarkt)BuchBox, Danziger Str. 22 (schräg gegenüber Bio-Supermarkt)

Bereich Kastanienallee:
Copy-Shop, Oderberger Straße/Kastanienallee

Liebe Anwohner des Prenzlauer Bergs, liebe Bewohner des Kollwitzviertels,
unterstützt unsere Bemühungen gegen eine Bebauung der Friedhöfe, setzt Euch ein für den Erhalt des letzten bisschen Grüns in unserer eng bebauten Umgebung!

Wir danken herzlich allen, die mit ihrer freundlichen Bereitschaft, ihrem Interesse und ihrem Elan diese Unterschriften-Aktion ermöglichen.

f.d. BI

B. Schneider

Sonntag, 15. Juli 2007

Chronik

22.11.2007
Übergabe der Sammlung von 5.100 Unterschriften gegen eine Bebauung der Friedhöfe St. Marien-St.Nikolai II und Georgen-Parochial I bei der Senatorin für Stadtentwicklung, Frau Junge-Reyer. Die Senatorin betonte, dass sie innerstädtischen Bebauungen grundsätzlich positiv gegenüber stehe. Allerdings sieht die Senatorin in der Auseinandersetzung um den Marienfriedhof keine Angelegenheit von gesamtstädtischen Interessse und damit derzeit keine Notwendigkeit, das Verfahren an sich zu ziehen. Sie habe großen Respekt vor innerbezirklichen Auseinandersetzungen.

11.11.2007

Martinsumzug über die beiden Friedhöfe. Ca. 250 Menschen folgten unserer Einladung.

21.09.2007
Informationsstand auf dem Aktionstag zur 6. Woche der Zukunftsfähigkeit, wo die GRÜNE LIGA als Veranstalterin gemeinsam mit Unternehmen, Verbänden und Initiativen vielfältige Projekte und Beispiele für ein zukunftsfähiges Leben in Berlin und Brandenburg präsentierte

Mitte 08-09/2007
Unterschriftenaktion im Kollwitzviertel, ca. 1.300 Menschen unterstützten uns mit ihrer Unterschrift

06.09.2007,
Vortrag der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz über die floristischen und faunistischen Erhebungen auf den beiden Friedhöfen und deren ökologische Bedeutung in der Versammlung der Bürgerinitiative

01.07.2007
veranstalteten Mitarbeiter der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz (BLN) im Rahmen des „Langen Tags der Stadtnatur“ eine Führung auf den Friedhöfen St. Marien- St. Nikolai II und Georgen-Parochial I mit dem Thema „Grüne Oasen in der Stadt- Friedhöfe St. Marien -St. Nikolai II“. Dabei wurden Teile der Forschungsergebnisse der BLN aus einer Untersuchung auf den Umwidmungsflächen der beiden Friedhöfe vom Vorjahr (2006) vorgestellt.

Seit Juli 2007
Plakataktion in der Heinrich- Roller- Straße gegen eine Friedhofsbebauung.

26.06.2007
Eingabe beim Petitionsausschuss im Abgeordnetenhaus Berlin mit einer Beschwerde über die Ausweisung einer “sonstigen Nutzung” im FEP für Teilflächen der Friedhöfe St. Marien/ St. Nikolai II und Georgen-Parochial I mit der Begründung, dass diese Ausweisung allein die Interessen der zuständigen Kirchengemeinde berücksichtigt. Außerdem widerspricht diese Ausweisung den Prämissen der Friedhofsentwicklungsplanung.

20.06.2007

offener Brief an die evangelische Kirche Berlin- Brandenburg, an Bischof Dr. Huber, die Pröbstin F.v. Kirchbach, Generalsuperintendent Pf. Passauer, Superintendent des Stadtkreis Mitte Pf. Schoppan und den Vorsitzenden des GKR St. Petri/ St. Marien D. Wauer. Wir hatten in diesem Brief nicht unmittelbar um eine Antwort der Angerufenen gebeten, aber doch eindeutig um Hilfe und Unterstützung dabei, eine Bebauung der Friedhöfe zu verhindern und die Verkaufspläne der zuständigen Gemeinde zu stoppen. Am 24.07. antwortete uns der Vorsitzende des Gemeindekirchenrats der St. Marienkirche, Herr Dr. Wauer. In einem ausführlichen Schreiben stellte er die finanziellen Schwierigkeiten der Kirchengemeinde bei der Bewirtschaftung der Friedhofsflächen, welchen die Gemeinde als Eigentümerin vorsteht, gut nachvollziehbar dar. Auch der Generalsuperintendent Passauer wies in seinem Schreiben vom 30.07. im Wesentlichen darauf hin, verbunden mit der Bitte um Verständnis für die Erfordernisse der Kirchengemeinde.

13.06.2007
ein Dringlichkeitsantrag wird von SPD, Linkspartei und Grünen/Bündnis 90 vor der BVV eingebracht und mehrheitlich bestätigt. Die Empfehlungen an das Bezirksamt lauten:
  1. Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich gegenüber dem Senat und dem Abgeordnetenhaus von Berlin für eine Änderung des Friedhofsentwicklungsplanes im Bereich der Heinrich-Roller-Straße einzusetzen. Die Darstellung ist von „kurzfristige sonstige“ Nutzung in „Erhalt als Friedhofspark“ bzw. „Umnutzung Grünfläche kurzfristig“ umzuwandeln.
  2. Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich gegenüber dem Senat von Berlin für eine Erweiterung des Sanierungsgebietes Winsstraße auf die heutigen Friedhofsflächen südlich der Heinrich-Roller-Straße einzusetzen, um dort das Sanierungsziel „Erhalt wohnortnahen Grüns“ und „Schaffung von Spielflächen“umzusetzen.
  3. Das Bezirksamt wird ersucht, keinerlei Initiativen zu ergreifen oder zu unterstützen, über einen Bebauungsplan oder vorhabensbezogenen Bebauungsplan Baurecht für die Flächen südlich der Heinrich-Roller-Straße zu schaffen.
  4. Das Bezirksamt wird aufgefordert, mit den evangelischen Friedhofsträgern im Bezirk Gespräche über die Umwandlung von Flächen, die im Friedhofsentwicklungsplan als "sonstige Nutzung" dargestellt sind, in Bauland aufzunehmen, deren Bebauung aus städtebaulicher Sicht vertretbar ist.
11.06.2007
Antwortschreiben des Bezirksbürgermeisters von Pankow, Herrn Matthias Köhne, auf einen Brief der Bürgerinitiative vom 20.05.2007, in welchem sich Herr Köhne klar positioniert:“ In seiner Stellungnahme vom 20.05.2005 zu möglichen Nachnutzungen (der Friedhöfe St. Marien/ St. Nikolai II und Georgen-Parochial I- Anmerk. d. Autors) hatte sich das Amt für Planen und Genehmigen ausschließlich für eine Grünnutzung ausgesprochen. Das Bezirksamt schließt sich dieser Bewertung an.“ und an anderer Stelle: „...bedeutende Verbesserung der Grün- und Spielflächensituation im nördlichen Bereich des Sanierungsgebietes erreicht...Für die unmittelbare Nachbarschaft nördlich der Heinrich-Roller-Straße besteht aufgrund der vorwiegenden Wohnbebauung im Gründerzeitstil ein großes Versorgungsdefizit. ...Aus meiner Sicht hat die Bedeutung der Friedhofsflächen in Berlin in den letzten Jahren weiter zugenommen. Das gilt insbesondere für den Innenstadtbereich, wo alte Begräbnisstätten dauerhaft als Grünflächen erhalten und nicht versiegelt werden sollen.“

07.06.2007

Einladung in den Ausschuss für Stadtentwicklung der BVV Pankow. Es geht um die Auswirkungen des Friedhofsentwicklungsplans im Bezirk Pankow, in dem Zusammenhang erhalten wir von der BI Gelegenheit, unsere Problematik der unmittelbar drohenden Bebauung des St. Marien- St. Nikolai II- Friedhofs darzustellen. Die Mitglieder des Ausschuss stimmen unserer Argumentation für einen Erhalt der Friedhöfe in ihrer Gesamtheit als Friedhofs- und Grünfläche mehrheitlich zu.

04.06.2007
erste Pressemitteilung. Artikel in der Berliner Zeitung. Der Stadtrat für Stadtentwicklung, Michail Nelken, erklärt es als Ziel des Bezirks, die umstrittene Fläche auf dem St. Marien- St. Nikolai II- Friedhof als Grünfläche zu erhalten.

05.05.2007
Treffen mit Pfarrer Krug als dem zuständigen Ansprechpartner in der St. Marien- St. Petrigemeinde und Vorsitzenden der Friedhofskommission. Nochmals Bestätigung der Absicht der Gemeinde, auf den beiden Friedhöfen St. Marien- St. Nikolai II und Georgen- Parochial I Bauland zu entwickeln, wobei es zunächst um den St. Marien- St. Nikolai II- Friedhof geht. Ein Ansatz für alternative Lösungen ergab sich in diesem Gespräch nicht. Die Fläche sei bereits als Friedhofsfläche entwidmet, einige Kriegsgräber müssten noch umgesetzt werden und die Gemeinde sei mit ihren Planungen so weit, dass sie sich demnächst an die zuständigen Stellen des Bezirks wenden wolle.

26.04.2007
erste Anwohnerversammlung, zu der über einhundert interessierte Bewohner aus der unmittelbaren Umgebung der Friedhöfe kamen, Gründung der Bürgerinitiative, seither regelmäßige Treffen im Abstand von 2-3 Wochen.

25.04.2007:
Bürgeranfrage in der BVV Pankow betreffs Bebauungsabsichten der evangelischen Kirche entlang der Heinrich- Roller- Straße. Eine der wichtigsten Informationen aus der Beantwortung unserer Fragen durch den Bezirksbürgermeister Matthias Köhne war Folgende: „Ein im Auftrag der Kirchengemeinde auftretender Gutachter hat die planungsrechtliche Einordnung einer Fläche (auf dem St. Marien- St. Nikolai- Friedhof) an der Heinrich-Roller-Straße erfragt. Das Amt für Planen und Genehmigen kam zu der Feststellung, dass die angefragte Grundstücksfläche planungsrechtlich nach § 35 BauGB (Außenbereich) zu beurteilen ist. Die durch das Amt für Planen und Genehmigen konsultierte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. II C, kam dagegen bei der Bewertung der planungsrechtlichen Situation zu der Einschätzung, dass es sich hier um unbeplanten Innenbereich handele und die Zulässigkeit von Vorhaben durch den § 34 Abs. 1 BauGB zu beurteilen sei. Das Bezirksamt schließt sich dieser Bewertung nicht an. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung hat als Fachaufsicht und Widerspruchsbehörde die Möglichkeit und Verantwortung, ihrer planungsrechtlichen Beurteilung Geltung zu verschaffen.“

Anfang April 2007
:
die Gerüchte über eine drohende Friedhofsbebauung werden immer konkreter, die Friedhofsverwaltung dementiert Bebauungsabsichten, Bestätigung der Gerüchte in einem Telefonat durch Herrn Pf. Krug